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Leitbild der Michael-Schule

Zur Schulgeschichte

Die Michael-Schule wurde 1982 gegründet. Der Anfangsimpuls kam vom Heilpädagogischen Sozialwerk Freiburg. Es sollte eine Durchgangsschule werden für Schüler, die aus den großen Klassen der Waldorfschulen herausfallen und eine intensivere pädagogische und therapeutische Betreuung brauchen. Unter dem Leitstern des Erzengels Michael wollten die Schulgründer mutig diesen Kindern gemäße Wege gehen.

Daraus hat sich eine Vollzeitschule entwickelt, die als „Schule für Erziehungshilfe nach der Pädagogik Rudolf Steiners" staatlich anerkannt ist. Die Schule endet mit dem Hauptschulabschluss.

Die Michael-Schule ist Mitglied im Bund der Freien Waldorfschulen sowie im Paritätischen Wohlfahrtsverband.

 

Die Schüler

Die Michael-Schule bietet Kindern und Jugendlichen, die sich in schwierigen Lebens- und Lernsituationen befinden, eine schulische Heimat. In kleinen Klassenverbänden finden sie das geschützte Umfeld, in dem sie unterstützt und gefördert werden. Hier können sie ihre Ängste und Unsicherheiten abbauen sowie ihre emotionalen und sozialen Fähigkeiten weiterentwickeln.

Ist der Schüler so weit gestärkt, dass er auch in einem größeren Klassenverband seine Lern- und Entwicklungsziele erreichen kann, wird eine Umschulung angestrebt.

Zeichnet sich ab, dass die Michael-Schule dem Förderbedarf eines Schülers nicht weiter gerecht werden kann, suchen wir in Zusammenarbeit mit den Eltern nach einem geeigneteren Lernort.

 

Die Pädagogik

„Was bringst du an vorgeburtlichen Erfahrungen, an biografischen Erlebnissen, an familiären Prägungen, an körperlichen Voraussetzungen, an Sinneserfahrungen, an seelischen Stärken und Schwächen, an motorischen, sozialen und kognitiven Fähigkeiten mit?

Wie können wir dir helfen, die inneren und äußeren Hindernisse zu überwinden, die deiner Entwicklung zur Freiheit in diesem Leben im Wege stehen?"

Diese liebevoll fragende Grundhaltung steht hinter unserem täglichen Bemühen, das Wesen jedes Kindes hinter seinen Stärken und Schwächen zu erkennen. In gemeinsamen Besprechungen tragen wir unsere Beobachtungen zusammen. Aus der ganzheitlichen Betrachtung des Kindes entwickeln wir unsere pädagogischen Maßnahmen und bieten Therapien an.

Mit Hilfe einer künstlerisch-praktischen Pädagogik auf Grundlage des anthroposophischen Menschenbildes streben wir eine individuell differenzierte Entwicklungsförderung an. Grundlegende Anregungen erhalten wir aus dem von Rudolf Steiner gegebenen Lehrplan und seinen methodisch-didaktischen Hinweisen.

Wir beziehen neue Ideen, wissenschaftliche Erkenntnisse und moderne Methoden ein und schätzen die lebendige Diskussion darüber.

 

Selbstverwaltung und Kooperation

Die Michael-Schule wird von den Lehrern und Eltern selbstverwaltet. In Gremien und Delegationen arbeiten wir verantwortlich, kompetent und transparent.

Wir verstehen uns als lernende Organisation, in der sich jeder von uns weiterentwickelt und durch Fortbildungen weiterqualifiziert.

Unser Umgang miteinander ist geprägt von gegenseitiger Achtung und Unterstützung, die auch Raum für Kritik zulassen.

Den Eltern stehen wir als Erziehungspartner respektvoll zur Seite.

Die Kooperation mit den Staatlichen Schulämtern gehört ebenso wie die mit den jeweiligen Jugendämtern zu unseren Aufgaben. Wir pflegen eine enge Zusammenarbeit mit Schularzt und weiteren involvierten Ärzten, Therapeuten, Sozial- und Heilpädagogen, um eine umfassende Förderung des Kindes zu erreichen.